“Das Blackberry in der «Todesspirale»”

Montag, 16. Mai 2011

 

“Das Blackberry in der «Todesspirale»”, so titelte heute Mittag zumindest Die “Basler Zeitung” in ihrer digitalen Rubrik.

In dem Artikel von Reto Knobel wird, wie seit Jahren schon, der anstehende Untergang RIM’s prophezeit. Angeblich befindet sich der Smartphone-Hersteller meines Vertrauens in einer “Todesspirale”. Wachstum bei RIM sei nur möglich, so Techblogger Michael Mace, wenn BlackBerry-Geräte günstiger wären. Dies würde aber auch sinkende Einnahmen und damit auch weniger Innovationen bedeuten, eine “Todespirale” halt.

 

Die angebliche “Todesspirale” ist für mich eine ganz andere, denn die Preise von RIM sind durchaus akzeptabel und im direkten Vergleich zur Konkurrenz mit Apfellogo sogar überaus günstige Alternativen.

Das wahre Problem in RIM’s Weiterentwicklung ist für mich folgendes:

Apple und Google dominieren den Multimediamarkt, geben den neusten Trend vor und ziehen massig Privatanwender an. RIM versucht dort natürlich mitzuhalten um sich auch einen Namen in der Welt der Privatanwender zu schaffen, dies lässt sich leicht belegen:

 

Schauen wir uns nur die neuesten Innovationen von RIM an:  BlackBerry OS6 , das sehr auf Medienwiedergabe gerade für Privatanwender ausgelegt wurde, das BlackBerry Playbook, das knallbunte kommende BlackBerry OS7, die steigende Präsenz in den Medien, etc.

 

RIM unternimmt gerade alle Schritte um sich aus der angeblichen “Todesspirale” zu befreien, doch gerade das ist für mich das Ende vom Anfang, denn der Begriff “BlackBerry” war für mich immer ein Inbegriff des Besonderen, ein exklusives Produkt, das nicht jeder hatte.

Ganz im Gegensatz zum iPhone, das mittlerweile zum Dauerrenner geworden ist. Man sieht in den großen Städten kaum noch Menschen ohne Apfeltelefon.


Die angebliche “Todesspirale” beginnt für mich erst hier: Mit seiner momentanen Unternehmensstrategie verkommt Research in Motion mit seinen exklusiven Beeren zum Massenprodukt, dass schon in ein paar Jahren nicht mehr der Rede wert sein wird.

Andrerseits würde RIM ohne diese Weiterentwicklung nicht lange überleben, denn der Fortschritt der Konkurrenz lässt sich natürlich nicht aufhalten genauso wenig wie die Wünsche der apfelvernarrten Privatanwender.

Hier beginnt der wahre Teufelskreis, der zwar nicht den Tod des Unternehmens, aber immerhin einen starken Kampf zur Folge hat und es stellt sich die Frage: Schon Mainstream oder noch Monopol?

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